Sonntag, 8. Januar 2023

Kamerun Gabon

Deutsche seemannsmission hieß unser Quartier hier in Douala. Das Hotel liegt zentral am Hafen und ist unter deutscher Leitung. Habe dem Leiter schon vor Weihnachten kontaktiert ob er mir erlaubt an diese Adresse meinen zweitpass senden zu lassen. Leider war bei unser Ankunft noch kein Päckchen eingetroffen. Nachfragen beim packetdienst ergaben das der Zoll noch eine Freigabe machen muss. Langweilig wurde uns trotz der Wartezeit nicht, gab es ja einiges zu reparieren an unseren mopedn/ dank der sooo behutsamen Bootsfahrt. Die Wäsche wurde uns vom hotel gratis gewaschen, und nebenbei wurden wir mit guten Essen im Restaurant verwöhnt. Am vierten tag endlich wurde mir die Sendung ausgehändigt (danke josch 🤝 für deine hilfe). So ging es gleich weg von Douala, Richtung Kribi. Hier mitten in der Kleinstadt konnte ich den motor nicht mehr starten, nach einer Stunde fehler suchen kam zufällig ein libanesischer Werkstattbetreiber vorbei, und er fand auch gleich den fehler. Der Chip im Schlüssel und der Codeempfänger, das war die Ursache. Am nächsten Tag, frűhmorgens, haben wir gemeinsam an eine Lösung getűftelt, und auch das Problem gelöst. Geld  wollte der Chef und sein Bruder (, der nebenan eine Bäckerei betrieben hat) natürlich nicht, nur gemeinsame Fotos war der deren Wunsch. Mit einigen leckeren frischen Baguettes im Koffer ging es fast 200km von Kribi nach Ebolowa. 200km dreckspistn, quer durch den Dschungel, vorbei an einigen dörflichen Siedlungen. Hier war es vorbei mit der Freundlichkeit. Die lokale Bevölkerung gab uns mit Gesten, und lautstarken Drohungen zu verstehen, das wir hier mit unserer Durchfahrt nicht erwünscht sind. Dementsprechend war auch meine Geschwindigkeit. Grenzwertig an den Straßenzustand angepasst űbersah ich nach einer Kurve eine gewaltige spurrille. Rauslenken unmöglich, und diese tiefe Rinne stopte meine Fahrt abrupt. Schaden : rechte untere trittbrettseite zerbeult 😏😥. Nach fast 6 Stunden off-road erreichten wir fix und fertig Ebolowa. Auch metins yamaha hat einige Blessuren von dieser Strecke abbekommen. Auf einer Asphaltstrasse ging es am nächsten Tag zur grenze Gabon. Ausreise relativ schnell, einreiseprozedur Gabon : neuer rekord, Stempel carnet und pass unter 10 minuten. Gabon's strassen sind eigentlich recht gut für Zentralafrikanische Verhältnisse. Auf einer neuen asphaltstrasse ging es quer durch den Dschungel Richtung Hauptstadt, Libreville. So eine schöne herrliche Straße, űber zahlreiche Hügel und entlang von Flüssen, immer die Pflanzenwelt im Blick. ABER :, erbaut und finanziert hat diese Strecke ( gibt ja noch weitere), das land China. Aus guten Gründen, den ich sah viele Lkw mit riesigen Bäumen hinten drauf, die das Holz zum nächsten Hafen (auch chinesischer Besitz) transportierten. In Lalara, ein kleines Dorf mitten im Urwald blieben wir eine Nacht. Nachdem wir die paar Restaurants am strassenrand begutachtet hatten, beschlossen wir uns das Essen selber zu kochen, hatten keine Lust auf das Fleisch von Tieren aus dem Dschungel . Im Gegensatz zu Kamerun sind die Leute hier sehr entspannter und freundlicher. Viele am Straßenrand stehende/gehende Menschen grüßen einen schon von weiten. Solche einfache Gesten, sei es nur ein freundlicher Gesichtsausdruck, die geben  mir wieder Motivation zum weitermachen/ reisen. Den nächsten Bericht werde ich euch aus meinem nächsten Land /Kongo schreiben., und fast vergessen, habe heute zum dritten Mal die äquatorlinie űberquert. (Ecuador /Indonesia /Gabon) 🙂 

Mittwoch, 4. Januar 2023

Kreuzfahrt

űberfahrt Kamerun

In Calabar kam abends noch der Transportagent ins Hotel, um noch einige Fragen zu klären und auch das wichtigste für ihm, das geforderte Geld für den Transport abzuholen. Pro Motorrad wollte er zuerst 500 Dollar, aber Metin hat den Preis auf 350 runter gehandelt. Nachdem wir uns einig waren, wollte der Amigo noch mit uns den Geschäftsabschluss feiern, aber wir waren noch ein wenig müde von Silvester und der fahrerei, sodass er alleine und enttäuscht in den hoteleigenen Club abzog. Űberraschend stand er am nächsten Tag pünktlich vor dem Hotel( für afrika eine sensation), um mit uns zum Hafen zu fahren(hier wurde auch die Ausreise erledigt) . Wobei Hafen űbertrieben ist, den hier gab es weder eine Anlegestelle, beziehungsweise einen Steg wo man richtig verladen konnte. Aber mit muskelkraft zahlreicher Helfer wurden unsere moped's ins Boot gebracht. Danach ging es auf einmal hektisch zu, immer mehr Fracht wurde dazugeladen, ohne rűcksicht auf unsere Bikes wurde die Ladung kreuz und quer auf's Boot geschmissen. Unser protest wurde einfach ignoriert, der Platz wurde immer enger und enger, und als Krönung stiegen drei Passagiere auch noch ins Boot. So war das eigentlich nicht ausgemacht, aber beim ablegen war von unseren transport- Organisator weit und breit nichts mehr zu sehen. Kurz nach dem ablegen wurden wir schon von einem Boot der Polizei abgefangen, eine große Diskussion wegen der  dazugeladenen Fracht ( war ja alles schmuggelware), mit der Drohung das der bootsfűhrer das Boot zurück in den "HAFEN" bringen muß, wurde dem käptn schon einmal Geld abgenommen. Aber nun fing das Theater erst richtig an, kaum in Fahrt der nechste stop, diesmal erzwungen von der marine. Von den hinter schweren Maschinengewehren lűmelnden Soldaten wurde auch wieder Geld gefordert, diesmal von den drei Passagieren. Nach der erfolgreichen Erpressung, gleich wieder ein stop nach vielleicht fünf Minuten Fahrzeit, diesmal zoll, auch die wollten ihren Anteil haben, und jedesmal gab es endlose Diskussionen und feilschen unseres bootsfűhrer's, die er aufgab, wen die Drohung fiel, das er das Boot zurück zum Startpunkt bringen sollte . Der wollte natürlich seinen Beitrag an die modernen Piraten so gering wie möglich halten, und feilschte und feilschte, wobei er eh immer zahlen musste, aber das kostete uns Zeit. 3 Stunden sollte die űberfahrt nach Kamerun dauern, aber nach 2 Stunden  wahren wir laut Google maps nicht sehr weit gekommen, immer noch in Küstennähe von Nigeria wurden wir insgesamt 12 mal gestoppt. Wobei die meisten Kontrollen die Marine durchführte, und um so verwahrlost der Zustand ihres Schiffs war, umso gieriger war die Forderung nach Geld. Komischerweise wurde von uns nie Geld gefordert, nur die drei einheimischen mussten ganz schön blechen, für ihre Verhältnisse sehr viel, den eine Frau fing zu weinen an, das sie kein Geld mehr hatte. Wir verfluchten schon den Organisator unserer Kreuzfahrt, den durch die illegale Fracht und die drei zusätzlichen Passagiere verloren wir viel zeit. Aber, nach fast drei Stunden ließen wir die nigerianische Küste hinter uns, und nun nach einiger Zeit auf hoher See machte der Motor Probleme. Nun wurde mal fachmännisch ein teil des Motors zerlegt.  Auf engsten Platz sitzend, sich wieder Land im Blick wűnschend, trieben wir mit den Wellen. Habe schon resigniert, den normalerweise musst du einen von den beiden (den käptn oder seinen lehrbuben) erwűrgen , den nach der erfolgten Reparatur des Motors, wollte der nicht so recht anspringen. Aber nach 45 Minuten gratis schaukeln im Meer, wurde unser flehen erhört, und der Motor brummte wieder. Nach einer weiteren Stunde kam nun die Küste von Kamerun in Sicht. Zielhafen war eigentlich Limbe, aber wir legten 30 km vorher an, und dieser anlegeplatz war noch schlimmer als der vorherige. Während wir ungläubig den Ort der Entladung bestaunten, machte sich der Besitzer unseres Kahns aus dem Staub. Nun wurde die illegale Fracht gelöscht, nur unsere Fahrzeuge blieben an Boot. Nun verstanden wir das Spiel, der käptn weg, der für unsere Entladung zuständig gewesen wäre(haben ja auch die Entladung bezahlt), wollten die natürlich ahnungslosen Helfer viel Geld sehen. Metin war erst sauer und wütend, ich war zu dem Zeitpunkt eher gelassen, ich hatte so eine Ahnung, das wir als willkommensgeschenk Geld zahlen würden/ müssen. Metin blieb bei seiner Forderung das wir alles inklusive bezahlt hatten, ich sah das anders, ohne Cash würde keine Entladung starten, also sagte ich 10 dollar pro Motorrad (50 war der erste Preis) zu, um endlich das Kapitel abzuschließen. Und 20 Minuten später standen alle zwei bikes auf dem boden von Kamerun. Einreise verlief wieder einmal kompliziert und sehr umständlich. Wir schon unter Zeitdruck, wollten ja noch vor dem finster werden die Stadt Douala erreichen. Endlich, die einreise erledigt, fuhr Metin noch immer wütend wie ein Berserker unseren ziel entgegen, und ich ohne viel zu sagen hinterher. Eine Stunde statt  zwei( laut Navigation) erreichten wir unser Quartier in Douala. 

Sonntag, 1. Januar 2023

🇧🇯 benin nach 🇳🇬 nigeria

visa on arrival 👍😇

Ein gutes neues Jahr nachträglich an alle, sorry für die verspätete Nachricht, aber ich bin derzeit in Nigeria, und WLAN ist fast nie zu bekommen. Eine interessante woche ist seit meinem letzten Bericht vergangen. Zurück nach Benin /Cotonou : nachdem Metin am Weihnachtstag auch hier in der Pension eingetroffen war, wurde gemeinsam geplant wie wir vorgehen um nach Nigeria einzureisen. Problem 1-Visum, Problem 2-Fahrzeugeinfuhr. Der Pensionbesitzer war ein Schweizer, und als er uns so frustriert sitzen sah, bot er uns an, das der eine nigerianische Geschäftsfrau fragen würde ob sie uns helfen könnte. Die kam auch nach einer Stunde, und gemeinsam ging es zur Botschaft. Insgesamt fuhren wir dreimal an diesen tag zur Botschaft. Der dritte Besuch endet mit einem Gespräch mit einer Frau Konsul. Sie sagte, das sie kein Visum mehr für Touristen ausgibt, weil die Sicherheitslage in ihren Land nicht so gut ist, und sie sich mit ihrer Unterschrift nicht schuldig machen möchte. Ratlos ging es wieder zurück in die Pension. Metin hatte gottseidank einige Kontakte von der schrauberwerkstatt in ghana, die uns auch eventuell helfen könnten Nun wurde jede Möglichkeit in Betracht bezogen um weiterzureisen, sei es außen herum von nigeria mit einer fähre Cotonou nach Kamerun (= gibt es nicht mehr), Flugzeug (= derzeit zu teuer), oder mit irgendwelchen Kontakten die uns weiterhelfen könnten. Tagelang wurde mit diversen Leuten geschrieben, die uns wiederum andere Kontakte  zukommen ließen. Außer viel Gerede kam nichts sinnvolles raus. Wir haben dann entschlossen, das Quartier zu wechseln, weil wir hier nicht weiterkommen mit unseren Problemen. Außerhalb von Cotonou haben wir uns bei einem deutsch/ braslianischen hotelbesitzer einquartiert. Marcos, der Besitzer hat nachdem er unser Leid erfahren hatte, uns seine Hilfe angeboten . Er hat einen guten Freund, der ein hoher Offizier bei der nigerianischen Grenze ist. Nun kam die Sache ins Rollen. Am nächsten Tag kam der Offizier gleich einmal vorbei, um die Vorgehensweise zu besprechen. Nach  vielen Vorschlägen, wurde es konkret. Wir sollten ein onlinevisum Business beantragen, das aber NUR am Flughafen als visa on arrival ausgestellt wird. Er würde uns mit dem Auto(illegal) über die grenze zum Flughafen bringen, dort würden andere Beamte sorgen das wir im Flughafen das visum bekommen. Die motorräder sollten mit einem kleinen  Fischerboot die grenze passieren. Auch organisierte uns Marcos eine Einladung  einer nigerianischen Firma, mit der wir quasi das visum bekommen sollten. Und am gleichen Abend haben wir die Genehmigung für die visums erhalten. Gleich am nächsten Tag frűhmorgens kam der Offizier in unser Hotel (habe leider seinen Namen vergessen), wir saßen gerade beim Frühstück, um die Aktion einreise nigeria zu starten. Was mich wunderte war das er die Einladung eines frűhstűck ablehnte, aber dafür eine doppelten Whiskey sich genehmigte. Aha🤔. Nun ging es mit unseren Fahrzeugen nach Porto Novo, zu einem kleinen Hafen. Im Büro des Hafenmeisters wurde  der Transport (codename Blindes Auge) organisiert. Und hier trank unser tapferer Offizier gleich wiederum 1 Glas Whiskey, aber das war bis oben voll. Wusste nicht, ob er das täglich sauft, oder ob er den Alkohol braucht um seine Nervosität zu
 verbergen. Nach der Bezahlung für das Boot, ging es sofort an die Verladung unserer bike's. Hier bei der Verladung zuzusehen kostete mich nerven( hätte auch eine Whiskey trinken sollen😁), wen mehr als 20 leute diskutieren wie, wann was, wo in das Boot als erster kommt. Ich sah eigentlich meine vespa schon im Wasser liegen. Bei metin's motorrad wurden die Stimmen schon leiser, war ja auch seine yamaha einiges schwerer als die vespa. Nun ging es mit dem Offizier, er auch gleichzeitig unser Fahrer zur grenze. Das fahrtempo war dezent gesagt höllisch. Aber mit hupe, uniform und bösen blick wurde ihm freiwillig Platz gemacht. Die Ausreise von Benin erledigte er ohne uns, um mit uns dann ohne Kontrolle die grenze nigeria zu passieren. Nun in seinem eigenen land zurück, wurde unser freund und helfer erst richtig aktiv, den autoradio bis zum Anschlag aufgedreht, inkl viel hupen, ging es nun ohne Probleme durch die zahlreichen verschiedenen Checkpoint's( Militär, Polizei, zoll, und miliz?) Richtung Lagos. Nach den meisten Kontrollen ging es zu einen kleinen Fluss, wo inzwischen das Boot mit unseren Fahrzeugen angelegt hatte, und die mopedn standen schon artig in reih und glied vor dem Boot im Sand. Gemeinsam fuhren wir im Konvoi hinter unserem Offizier in den abgesperrten Flughafenbereich. Dort mußten wir uns umziehen um wie flugreisende auszuschauen. Nach bestandener Musterung unserer Kleidung, wurden wir in den Ankunftsbereich eingeschleust. Hier durften wir eine gute Stunde in einen kleinen Raum warten. Als ein größerer Flieger landete, wurden wir von der Seite zu den ankommenden Passagiere dazugefűgt, und nun ging es mit komischen Gefühlen zur visa Abteilung. Meine Gedanken waren, was ist wen die Fragen stellen mit welchen flug, bzw die flugnummer wissen wollen, wir wussten ja nicht von wo und welche airline gerade angekommen ist. Aber ohne zu fragen wurden unsere Fingerabdrücke im computer verewigt und das visum klebte auf meiner letzten seite meines Reisepasses. Wir verließen fluchtartig und heilfroh den Flughafen. Nun sind wir "OFFIZIELL" im Lande. In Lagos verbrachten wir die erste Nacht. Was gewöhnungsbedürftig ist, das man abends nicht mehr rausgehen sollte, außer man will seine Wertsachen auf der Straße loswerden. Die Kriminalität ist leider sehr hoch hier. Am zweiten Tag (Silvester) ging es fast 500 km nach Asaba. Wieder galt es unzählige Checkpoints zu passieren. Bei einigen stand das Militär(die waren die schlimmsten) und da wurden wir eigentlich immer aufgehalten. Grimmig dreinschauende mit Ak47 bewaffnete Soldaten verlangten immer den pass(immer mit dem Finger am Abzug) . Metin gab dem kontrollierenden Soldaten, wen es zu lange dauerte und zu viele Fragen gestellt wurden immer ein wenig Geld(ca1€), und auf einmal war die Gruppe wie ausgewechselt, lächelnd und mit Handschlag wurden wir dann verabschiedet, einige hatten sicher Tränen in den Augen 😇. In Asaba genossen wir an der Hotelbar Silvester. Große Party war angesagt, das heißt metin, ich und der Kellner warteten gemeinsam zu dritt auf den Jahreswechsel. Am Neujahrstag war mein reiseamigo nicht so recht fit, angeblich waren die 5 bier schuld. Aber mein tip mit einer kalten Dusche hat er wenigstens befolgt, so ging es ohne Frühstück, mit Verspätung los nach Calabar. Diese Stadt ist schon nahe Kamerun, und von hier werden wir morgen wieder, wie bei der einreise, mit einem Boot nach Kamerun übersetzen, aber diesmal mit uns an Bord. 

Samstag, 24. Dezember 2022

24 Dezember

Feliz Navidad

Zuerst einmal " ein frohes zufriedenes Weihnachtsfest wünsche ich euch allen" nicht Geschenke sind wichtig, sondern Gesundheit. Das habe ich hier am zweiten Tag in Lome (Togo) erfahren dürfen. Frűhmorgens mußte ich meine vespa umparken, im Sand über eine mickrig kleine Stufe, da bekam ich einen Hustanfall, und da machte es auf einmal ein komisches Geräusch bei den rippen, begleitet sofort mit einem grauslichn Schmerz. Das umparken wurde abrupt beendet, ich schlich mich mal unauffällig ins Zimmer. Dort nach einigen Stunden, versorgt mit schmerztablettn aus meiner Apotheke, war keine Besserung in Sicht. Da hatte ich viel Zeit zum nachdenken. Am Nachmittag war ich wegen den Schmerzen schon soweit frustriert , das ich mir einen Rückflug im Internet gesucht habe. Die flugbuchung war fast vollendet, nur ein klick am bezahlbutton fehlte noch, und genau diesen Schritt konnte ich auf einmal nicht machen, ich ließ das Handy im Zimmer liegen, ging zu meiner vespa, fuhr unter elendigen Schmerzen zur nächsten Apotheke. Dort bekam ich irgendwas, kann ja kein französisch, die wiederum kein Englisch, aber die Angestellten sahen das ich schmerzen hatte. Ich kaufte einige fragwürdige Tabletten, und eine Creme zum einreiben. Zurück wollte ich eine Abkürzung durch den Markt fahren, da stoppte mich die Polizei, mit dem Hinweis das motorräder nicht durch den offenen Markt fahren dürfen, sehrwohl autos und die dreiräder, auch tuk tuk genannt. Der eine wollte mir den Schlüssel abziehen, ich war aber schneller, das habe ich schon kommen sehen, nun ging die Diskussion los, die meinten ich muß die vespa an Ort und Stelle stehen lassen, um am nächsten tag nach dem Besuch auf den Polizeiposten, wo ich natürlich vorher eine Strafe zu zahlen hätte, hier meine vespa wieder abholen könnte. Nach einer halben Stunde diskutieren, ich schon wütend, auch wegen den Schmerzen, drückte ich  den einen gierschlund eine geldnote in die Hand (wert von 14 Euro), und nun fuhr ich die 2 meter zurück (hier war die imaginäre sperrlinie🖕) um wieder die alte Strecke zurück zum hotel zu nehmen. Nun war der Gedanke weg, heimzufliegen. Das Zimmer verließ ich erst am nächsten Morgen, nach einer schlaflosen Nacht, um mit einem Taxi in ein Krankenhaus zu fahren. Aber statt eines Autos, hat mir der von der reception aber ein mopetaxi bestellt. Nun die Fahrt verlief schnell im Gegensatz zu einem Auto, den in dem starken Verkehr war das kleine moped im Vorteil, aber ich spürte jede Unebenheit, und der esel von fahrer fuhr im wahnsinnigen tempo, wie wen er ein Rettungsauto lenken würde, durch die Stadt, nachdem er die Adresse erfahren hatte, wo er mich absetzen sollte, sogar rote Ampeln wurden ignoriert, als ginge es um leben oder Tod. Konnte mich ja nur schlecht am moped festhalten, so war das stoßgebet gesichert, als das Krankenhaus in Sicht kam. Nun ging es einmal zu Anmeldung, um gleich nach der Feststellung meines Namens zu fragen wie und mit was ich zahlen kann. Nach einer Stunde Wartezeit durfte ich zu einem Doktor, der konnte gottseidank englisch. Das erste was er machte, war Blutdruck messen, Lunge abhorchen, und das war es schon wieder, ich fragte "röntgen", er sagte alles in Ordnung ,um gleich ein rezept und die Rechnung auszustellen. Ehrlich gesagt, machte das Krankenhaus keinen guten sterilen Eindruck, zumindest  Europäer haben wahrscheinlich anderen Ansichten wie ein Krankenhaus aussehen sollte. Nun gab es einige ruhige tage im hotelzimmer, zumindest die Tabletten zeigten Wirkung. Aber was ich bei meiner selbstdiagnose feststellen musste, das ich eine Rippe hin und her bewegen kann. Naja, eine gebrochene Rippe muß selbst wieder verheilen. Heute habe ich es probiert, wieder ein Stück mit der vespa zu fahren, hat gar nicht so viel Schmerzen bereitet, so bin ich gleich ins nächste Land, und zwar nach Benin gefahren. Hier verbringe ich Weihnachten, und hier in Cotonou sollte ich meinen reiseamigo Metin, der jetzt sein Hollandpaket in Ghana endlich bekommen hat, wieder treffen. 

Die Zeit vergeht / Eindrűcke bleiben 💥

Nun habe ich genügend Zeit und Gedanken um einige Details meiner afrikareise nieder zu schreiben. Mit 92 bereisten Ländern startete ich letz...